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Reiesebericht Karin Priesching

Die Reise begann am 19. Jänner 2018.
Eine Reise, die wir seit einem Jahr planen, organisieren und vorbereiten.
Eine Reise, die ich so schnell nicht vergessen werde.

 

Wir treffen uns am Flughafen Wien Schwechat.
Spätestens jetzt lernen wir uns alle kennen.
Eine Gruppe, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte:
Ein Priester, Optiker, Elektriker, Behindertenbetreuer, Therapeuten, Krankenschwestern/-pflegern, Chirurgen und drei Kindern.

 

Wir fliegen über Frankfurt nach Abuja und landen schließlich nach 8 Stunden Flugzeit in Port Hacourt.
Schon am Flughafen merken wir, dass die Uhren hier etwas anders ticken.
Zum ersten Mal hören wir:“ In Europa habt ihr Uhren, aber wir haben die Zeit!“

 

Wir verbringen die erste Nacht in einem Stadthotel, bevor wir dann am nächsten Tag, bei Tageslicht die Reise ins Dorf antreten.
Nach einer 3-stündigen Fahrt, auf Straßen, die teilweise mit österreichischen Feldwegen zu vergleich sind, erreichen wir endlich das Dorf, indem Emeka aufwuchs.
Bei der Ankunft werden wir sehr herzlich mit afrikanischen Tänzen und Gesängen begrüßt.

 

Am nächsten Tag fahren wir dann ins Krankenhaus.

 

Ein, für mich als Krankenschwester, sehr spannender Moment, auf den ich mich schon sehr gefreut habe.
…was wird uns erwarten?
…was können wir hier tun?
…wie können wir helfen?
…wie sind die hygienischen Gegebenheiten?

 

Auch hier wurden wir sehr herzlich von den einheimischen Krankenschwestern mit Tänzen und Gesängen begrüßt.

 

Das Krankenhaus ist in einem sehr guten Zustand.
Es gibt fließendes Wasser und, Dank Notstromaggregat, auch Strom.

 

Nach einem kurzen Rundgang im Krankenhaus, der einige Zeit in Anspruch nimmt, da überall, soweit das Auge reicht, Menschen gehen, stehen, sitzen oder liegen, betreten wir das erste Mal den Operationssaal.

 

In einem Operationssaal, wie er in Österreich undenkbar wäre, werden in den nächsten drei Wochen Bauchwandbrüche, Lipome, Granulome, Kaiserschnitte und Blinddarmdurchbrüche operiert.
Ebenso werden unzählige Augenoperationen, von einem speziell dafür angereisten Augenteam, durchgeführt. 
Gleichzeitig starteten auch die Optiker mit den Augenuntersuchungen und die Ausgaben der gesammelten Brillen.

 

Es ist sehr schön zu sehen, wie man Menschen mit einer neuen Brille und der damit gewonnenen Sehkraft ein Strahlen ins Gesicht zaubern kann.
Glücklich und äußerst dankbar waren auch die Patienten nach den Operationen.
So vergeht ein arbeitsreicher Tag nach dem anderen und die drei Wochen nähern sich langsam dem Ende zu.


Viele Emotionen haben uns diese Wochen begleiten...
…Hoffnung, Dankbarkeit, Angst, Glaube, Liebe, Leid, Herzlichkeit, Freude…
Rückblickend sehe ich diese außergewöhnliche Reise als große Erfahrung an, auf die ich noch sehr häufig zurückblicken werde.
Danke Emeka, dass ich daran teilhaben durfte!
Zuhause angekommen schätze ich die selbstverständlichen Dinge des Alltags jetzt ganz besonders uns so manche „Sorge“ in unserer schnelllebigen und hektischen Zeit ist völlig unwichtig geworden.
Ogologondu
Frau Karin Priesching

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